GITARRIST • KOMPONIST

Geboren in Belo Horizonte, Brasilien, begann Rod Mancebo seine musikalische Reise bereits in jungen Jahren. Mit sieben Jahren entdeckte er das Klavier, mit vierzehn die E-Gitarre – jenes Instrument, das seinen künstlerischen Weg entscheidend prägen sollte.
In den frühen 1990er-Jahren tauchte er in die Rock- und Metalszene seiner Heimatstadt ein. Ein schwerer Unfall im Jahr 2000 führte vorübergehend zum Verlust der Beweglichkeit seiner linken Hand und zwang ihn zu einem Jahr intensiver Rehabilitation. Diese Erfahrung veränderte seine Beziehung zur Musik grundlegend und führte ihn zum klassischen Gitarrenstudium in Vitória, Brasilien, während sich zugleich sein Interesse an Jazz und Improvisation vertiefte.
Nach dem Abschluss seines Bachelorstudiums in Klassischer Gitarre im Jahr 2006 zog Rod 2007 nach Deutschland, wo Unterricht, Komposition und Konzerttätigkeit zu zentralen Bestandteilen seiner künstlerischen Entwicklung wurden.
Seit 2025 ist er festes Mitglied des Lehrkörpers der Musikschule Offenbach, wo er an vier Tagen pro Woche unterrichtet und aktiv an Ensemble- und Bildungsprojekten mitwirkt. Im selben Jahr schloss er zudem ein Diplom im Bereich Audio Engineering am HOFA-College in Deutschland ab und erweiterte damit seine Tätigkeit im Bereich Aufnahme und Produktion.
Seine Diskografie spiegelt eine kontinuierliche Suche nach Identität und musikalischem Dialog wider:
Rod Mancebo (2014), eine Live-im-Studio-Jazztrio-Aufnahme;
Electrified Hope (2017), eine Verbindung von Rockenergie und kompositorischer Tiefe;
das ambitionierte Project Song Diary (2018) mit 365 Kompositionen innerhalb eines Jahres;
Maggie’s Dreams (2022), aufgenommen in den USA;
sowie Veröffentlichungen unter dem Pseudonym The Dopamine Sessions, darunter Suite For An End und die EP Mea Vox.
Im Jahr 2024 nahm Rod in Serbien ein neues Trio-Album mit Andrey Gonçalves und Nikola Djovik auf und setzte damit seine Erforschung von Interaktion und Improvisation fort.
Heute bewegt sich seine Arbeit zwischen klassischer Präzision, Rockintensität, Jazzfreiheit und brasilianischem musikalischem Erbe – stets getragen von Neugier und der Suche nach einem bedeutungsvollen musikalischen Dialog.
